Sonntag, 27. Dezember 2015

Weihnachtsüberraschungen

Meine Mutter und ich mit dem vollen Auto.
Die "Sammelsau" mit ihrem Futtertrog; der Inhalt der Taschen.
Schwer beschäftigt. ^^
Das Ergebnis.
Eine kommunale Unterkunft der Stadt Ronnenberg.
Einige der Katzen, die von den Hentschels gefüttert werden.
Werner Hentschel mit Paule, der erst einmal zum Frisör musste, als er bei ihnen ankam.
Von links: Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms, Hannelore Hentschel, meine Wenigkeit, meine Mutter und Günther Steller.

Schon im letzten Jahr (hier ein Instagrambild)  haben meine Mutter und ich mit den Spenden einiger Kollegen und Freunde eingekauft und Weihnachtstaschen gepackt, die wir dann unter den Bewohnern der kommunalen Unterkünfte (Schlichthäuser) verteilt haben. Im Jahr davor haben wir diese Aktion mit unserem Hort durchgeführt. In diesem Jahr haben wir rechtzeitig geplant, haben eine Rundmail unter allen Kollegen der Stadt verschickt und ich habe auch auf der Personalversammlung über unser Vorhaben berichtet. Dadurch sind so viele Spenden zusammengekommen, dass wir nicht nur Weihnachtstaschen packen konnten, sondern auch eine Spende in Höhe von 150,- Euro an den Gnadenhof in Ronnenberg übergeben konnten.

In die Taschen haben wir dieses Mal eine Art Weihnachtsessen (Rotkohl, Knödel, Soße, Wurst), Marmelade, Kaffee und Weihnachtsschokolade und außerdem eine Duftkerze und ein Duschgel hineingepackt. Am Samstag vor Weihnachten verteilten meine Mutter und ich in Begleitung unserer Bürgermeisterin die Weihnachtstaschen unter den überraschten Bewohnern. Dabei entstanden interessante, offene und auch lustige Gespräche. Einige Bewohner kannten wir ja schon von den Jahren davor.

Im Anschluß fuhren wir zum Gnadenhof in Ronnenberg. Werner und Hannelore Hentschel, die sich seit über 40 Jahren um gerettete und nicht mehr erwünschte Tiere kümmern, freuten sich und Frau Hentschel war sehr gerührt. "Oft sitze ich tagelang in meinem Hofladen und kaum noch einer schaut vorbei." sagt Frau Hentschel. Die Hentschels leben für ihre Tiere und sind abhängig von Spenden und die Mithilfe von Freiwilligen. "Seit Jahrzehnten bin ich nicht mehr in den Urlaub gefahren." sagt Frau Hentschel. Und ihr Mann fügt noch lachend hinzu: "Die Tiere fressen meine ganze Rente weg."

Ich kenne den Gnadenhof schon seit über 10 Jahren. Nicht nur die Hentschels werden älter, auch die Tiere. Die beiden Kühe, die größten, die ich je gesehen habe (sie konnten ihre ganze Energie in das Wachstum stecken, und mussten nie Milch geben ^^) sind mittlerweile leider schon tot. Und von den zwei Schweinen lebt noch Jolante, die auch schon 18 Jahre alt ist. Des Weiteren gibt es aber noch jede Menge Schafe und Ziegen, Ponies, Pferde, den Esel Pan, viele Katzen, Hühner und Kaninchen. Alle müssen versorgt werden und brauchen Futter. Zur Zeit kümmern sich die Hentschels und ihre Helfer auch noch um andere Tiere, deren Besitzer sich aus verschiedenen Gründen nicht mehr um sie kümmern können. So haben sie weitere Pferde und Hunde, die versorgt werden müssen. Daher unterstütze ich ihre Arbeit/Leidenschaft immer wieder gerne.

Hier ist die Bankverbindung der Hentschels, falls jemand noch jemand gerne ihre Arbeit unterstützen möchte: Gnadenhof Hentschel, IBAN: DE242508 00200890 4431 00

Ich möchte mich auch ganz herzlich bei allen Kollegen und Freunden, die unsere Aktion unterstützt haben bedanken. Vielen lieben Dank! ♥

"Glücklich werden wir nicht durch das, was wir bekommen, sondern durch das, was wir geben." 
Ben Carson
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Already in the last year (here an Instagram pic) my mother and I collected donations of some colleagues and friends and packed some Christmas bags, which we then distributed among the residents of the local accommodations. This year we have planned in good time, sent a mail to all the colleagues and I have also reported on the big staff meeting of our intentions. Now so many donations have come together that we couldn't just pack up Christmas bags, but also give a donation of 150,- Euro to the animal sanctuary in our town.

This time we put a kind of Christmas dinner (red cabbage, dumplings, gravy, sausage), jam, coffee and Christmas chocolates and also a scented candle and a shower gel packed into the bags. On the Saturday before Christmas my mother and I accompanied by our Mayoress distributed the Christmas bags under the surprised residents. We had interesting, open and funny conversations. Some residents we already knew from previous years.

After that we went to the animal sanctuary in our town. Werner and Hannelore Hentschel, who care for over 40 years for rescued and no longer desired animals, rejoiced and Mrs Hentschel was very touched. "I often sit for days in my farm shop and barely someone drop by," says Mrs. Hentschel. The Hentschels life for their animals and need donations and the help of volunteers. "For decades I wasn't on vacation." says Mrs. Hentschel. And her husband adds with a laugh: "The animals eat away all my pension."

I know the animal sanctuary for over 10 years. Not only the Hentschels get older, even the animals. The two cows, the greatest that I've ever seen (they could devote all their energy into growth, and never had to give milk ^^) are unfortunately dead now. And one of the two pigs is still alive, Jolante is already 18 is years old now. Furthermore, there are still a lot of sheep and goats, ponies, horses, the white donkey "Pan", many cats, chickens and rabbits. All have to be supplied and need food. Currently, the Hentschels and their helpers also take care of other animals whose owners can't no longer take care of them for various reasons. So they have more horses and dogs, which must be supplied. Therefore, I always support their work/passion. 

I would also like to thank all my colleagues and friends who have supported our action. Thank you so much!

“Happiness doesn't result from what we get, but from what we give.”
Ben Carson

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Merry X-mas!


 Frohe Weihnachten! Wir wünschen Euch schöne Feiertage.

Merry Christmas everyone! 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Last Minute X-Mas DIY


Dir fehlt noch das ein oder andere Geschenk? Dann hätte ich hier eine hübsche Idee: eine Tasse im Pünktchendesign. Entweder mit Punkten die von unten nach oben "fliegen" oder eben umgekehrt, außerdem habe ich noch eine Tasse mit einem Buchstaben gemacht. 

Ihr benötigt Tassen, aber auch Gläser, Teller oder Schüsseln habe ich anschließend bepunktet. Dann braucht ihr natürlich noch die entsprechenden Farben (Porzellanfarbe). Es gibt welche, die ohne einbrennen verwendet werden können. Für andere müsst ihr die Tassen für eine bestimmte Zeit bei ca 160°C im Backofen "einbrennen". 

Ich habe für die Tasse mit dem Monogramm habe ich mir eine Schablone angefertigt und diese auf die Tasse gelegt. Dann habe ich nur einige Punkte um die Schablone herum getupft und sie dann wieder entfernt, da es sonst leicht verschmiert. Solange die Farbe noch nicht trocken ist, kann man die Farbe auch gut korrigieren. Ehrlich gesagt habe ich dann einfach drauflos getupft. Das habe ich so lange gemacht, bis ich zufrieden war. Zwischen den einzelnen Farben habe ich eine kurze Pause gemacht. Ich verwende übrigens am liebsten einen Zahnstocher, um Tassen/Geschirr zu bemalen. Ich kann damit viel exakter arbeiten als mit einem Pinsel. 

Die Tassen kann man hervorragend bearbeiten, während man Filme oder Serien schaut. Da ich eh ich eh nicht einfach nur einen Film schauen kann, habe ich ordentlich produzieren können. ^^

Viel Spaß beim Gestalten! 

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Are you still missing one or another gift? Then I have a nice idea: a mug with a dotted design. Either with the dots from the bottom up or the other way around, I also made a mug with a letter.

You need mugs, as well as glasses, plates or bowls, which I have also painted. Then you need the corresponding colors. There are those, that can be used without postbake. For others you will need an oven for "branding". I used both.

For the mug with the monogram, I made a template and this placed on the mug. Then I spotted just a few points around the template, and then removed it, otherwise it easily smudges. As long as the paint is still wet, you can correct the color pretty well. Honestly, then Ijust started dotting. I did that until I was satisfied. Between each color I made a short break. I prefer to use a toothpick for painting mugs/dishes. I can work with it much more precise than with a brush.

You can work on the mugs while watching movies or Shows. Because I can't see a movie without doing something else, I was able to produce a lot. ^^

Have fun creating!

Montag, 14. Dezember 2015

Noch'n ... Kaninchen


In einem 100x50cm kleinem, dreckigem Käfig, mit einer klapprigen Hütte ohne Rückwand und verschimmelten Maiskolben als Fressen stand er in einem offenen Schuppen. Bei eisiger Kälte war weder Käfig noch Hütte isoliert, er hatte weder Stroh noch Heu, konnte sich nicht warm hoppeln und hatte auch keinen Partner zum aufwärmen und kuscheln. 

Jeden Tag bin ich an ihm vorbei gefahren und mir blutete das Herz. Zehn Tage habe ich mir das mit angesehen, dann konnte ich nicht anders und musste die Besitzer ansprechen. "Der lebt schon immer so!" Ja, das macht es leider nicht besser. Nach einiger Diskussion durfte ich mich um das Kaninchen (ein unkastrierter Rammler) kümmern, sie selber hatten gerade mit Renovierungsarbeiten zu tun. Zwei Tage später habe ich ihn einfach mitgenommen und einen Brief in den Briefkasten gesteckt: "Ich denke, dem Hoppel geht es so besser, mir geht es so besser und Sie haben weniger Arbeit."

Ich setze ihn in ein Außengehege mit Stall und stellte fest, dass er sehr wackelig auf den Beinen war. Ich musste ihm eine Treppe in den Stall bauen, da er keine Kraft hatte hineinzuspringen (ca 25 cm hoch). Auch wenn er auf den Hinterbeinen stand, kippte er um. Der arme Kerl hatte keine Muskulatur und war auch unglaublich dünn. Daher bin ich mit ihm zu meiner Tierärztin gegangen. Sie schaute ihm auch ins Maul und stellte fest, dass die Backenzähne schon so lang waren, dass er über kurz oder lang verhungert wäre. Dieses Jahr hätte er wohl nicht mehr überlebt. Da er dafür narkotisiert werden musste, wurde er auch gleich kastriert. Die Tierärztin meinte: "Ihn haben Sie jetzt sehen können, aber was glauben Sie, wie viele Kaninchen so in Kellern abgestellt werden und vor sich hinvegetieren. Das bekommt nur leider keiner mit."

Um Weihnachten rum werde ich ihn dann mit en anderen beiden bekannt machen. Drückt mir die Daumen, dass es ohne große Komplikationen klappen wird. ;-)

"Du kannst die Welt nicht verändern, weil Du ein einzelnes Tier rettest, aber die Welt für das eine Tier hast Du die Welt verändert."

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In a 100x50cm/90x20 inch small, filthy cage, with a rickety hut without rear wall and moldy corn cobs to eat he stood in an open shed. In the freezing cold, neither cage nor hut were isolated, he had neither straw nor hay, could not hopping to get warm and had no partner to warm up and cuddle.

Every day I drove past him and my heart bled. Ten days I looked at it, then I could not help but appeal to the owners. "He lived always like that!" Yes, that doesn't make it any better. After some discussion I was able to take care of the rabbit (an uncastrated buck), they themselves had to do with renovations. Two days later I just took him with me and put a letter in the mailbox: "I think the Bunny feels much better, I'm much better and you'll have less work."

I put him in an outdoor enclosure with stable and noticed that he is very shaky. I had to build him a stair to the stable, because he has no strength to jump in (25cm/10 inch high). Even if he stands on his hind legs, he falls over. The poor guy has no muscles and is also incredibly thin. Therefore, I went to the vet with him. The vet looked him in the mouth and noticed that back teeth were already so long, that he would have starved sooner or later. This year he had probably not survived. Since he had to be anesthetized for that, he was also neutered. The vet said: "You were able to see him. But believe me,  many rabbits are parked in basements like that and vegetate till they die. But unfortunately nobody sees that."


Around Christmas I'll introduce him to the other two. Keep your fingers crossed that it will work without any major complications. ;-)

"Saving one Animal won't change the World, but it will change the World for that one Animal."

Sonntag, 6. Dezember 2015

[Buchtip] Die Insel der besonderen Kinder


"Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs stand schon lange auf meiner Wunschliste. Jedoch wollte ich unbedingt die gebundene Ausgabe haben. Diese ist wohl mittlerweile etwas rar auf dem Markt und daher musste ich etwas Geduld aufbringen, um sie nun endlich in meinen Händen halten zu können. Das Cover, die Aufmachung, das gesamte Layout ist wunderbar düster und hat mich sofort in den Bann gezogen.

Die Geschichte handelt von Jacob, dessen Opa etwas sonderbar ist und Jacob von klein an merkwürdige und gruselige Geschichten aus seiner Vergangenheit erzählt. Er erzählt ihm von einem Weisenhaus, in dem besondere Kinder wohnen, außerdem berichtet er von Monstern, die hinter ihm her seien. Dazu zeigt er ihm mysteriöse Bilder als Beweise. Als Jacob älter wird, glaubt er allerdings den düsteren Erzählungen seines Großvaters nicht mehr. Als der Opa später unter unglaublichen Umständen ermordet wird, findet Jacob ihn im Wald hinter seinem Haus und sieht etwas am Tatort, das ihn zum Zweifeln bewegt. Im Sterben teilt Opa Abraham ihm mit, dass er auf die Insel gehen soll, um den Vogel zu finden, in der Schleife, auf der anderen Seite vom Grab des alten Mannes. Waren die Geschichten seines Großvaters doch wahr?

Jacob kann die Umstände des Todes nicht verarbeiten und seine Eltern zwingen ihn zu einem Psychologen zu gehen. Dort spricht er über seine aktuelle Situation und auch über die Vergangenheit des Großvaters. Jacob beginnt den Geschichten seines Opas Abraham auf den Grund zu gehen und forscht so lange, bis es ihn auf "Die Insel der besonderen Kinder" bringt. 

Eine abenteuerliche, mysteriöse und düstere Reise beginnt, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Das Buch lebt von den Bildern, die Leihgaben aus privaten Sammlungen stammen. Es ist faszinierend wie Ransom Riggs kleinste Details auf diesen Fotos in seine Geschichte einbaut. Die Geschichte hat ein offenenes Ende und wird mit dem zweiten Teil "Die Stadt der besonderen Kinder" fortgesetzt, welches ich schon auf meinen Wunschzettel geschrieben habe (natürlich auch als gebundene Ausgabe ^^). Auf englisch gibt es auch bereits einen dritten Teil "Library of Souls". 

Ich kann dieses Buch (auch als Taschenbuch) jedem, der gerne fantastische, düstere Geschichten liest empfehlen. Meiner Meinung nach ist es durch seine Gestaltung ein ganz besonderes Buch, das sich sehr gut als (Weihnachts-) Geschenk eignet.