Sonntag, 23. Mai 2010

Gefährliche Liebschaften. Wie war es?

Cecile und ihr Fechtlehrer

Vicomte de Valmont und die Marquise de Merteuils

"Gefähliche Liebschaften" ein Ballett nach dem Briefroman von Choderlos de Laclos (1741-1803).
Vorweg, es handelte sich um ein modernes Ballett. Ich bin großer Fan des klassischen Balletts. Aber tänzerisch gefiel es mir wirklich gut, nachdem ich mich "eingesehen" hatte. Wer die Geschichte nicht kannte, war absolut verloren und konnte der Story nicht folgen. Es war schon ziemlich kompliziert. Maike und ich mussten einige Male diskutieren, wer was ist und warum macht. Zu erkennen waren die Hauptpersonen vorrangig an den Farben der Kleidung: schwarz trugen die beiden dunklen Mächte, der "Vicomte de Valmont" und die "Marquise de Merteuils", die Intreganten der Geschichte. Weiß war die Unschuld "Cecile" (später auch fast nackt) und Rot die Tugend "Madame Tourvel".
Die Bühne wurde unterschiedlich mit Dias angestrahlt, so dass man erkannte, wo man sich befinden sollte. Diese Diaschau ermöglichte schnelle Szenenwechsel und erzeugte wechselnde Atmosphären. Bühnenbildner Mathias Fischer-Dieskau hat die Bühne leer geräumt und erweiterte sie mit einer Rampe über eine Hälfte des Orchestergrabens in die vordere Zuschauerreihe.
Die Musik war hervorragend. Es war eine gelungene Mischung aus elektronischen Elementen und klassischer Musik. Die neuen Kompositionen waren von Mark Polscher, die klassischen Werke von Georg Friedrich Händel und meinem geliebten Antonio Vivaldi. Polscher arbeitet mit verschiedenen Klangebenen, die zum Teil raffiniert überblendet sind. Fast unmerklich wird der leicht bedrohlich wirkende Puls in der anfänglichen elektronischen Musik vom Band zum Grundtempo eines vom Orchester live gespielten Streichkonzertes. Der Live-Gesang der Mezzosopranistin Monika Walerowicz gefiel mir ausgesprochen gut.

Ein durchaus gelungender Abend, der mir leider durch einen heftigen Migräneanfall etwas schwer gemacht wurde.

http://www.wikio.de

Kommentare:

  1. Die Bilder sehen so toll aus.
    Ich war leider noch nie im Ballett.

    Oh, das ist ja schade, das du dich mit einen Migräneanfall rumplagen musstest.
    Hoffe du konntest den abend trotzdem genießen.

    Shirabelle ♥

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  2. Es sieht wunderschön aus. Ich würde auch so gerne mal ins Ballett gehen.

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  3. Vielen Dank für den Bericht. Mein Hunger ist definitiv entfacht, weshalb ich mich schlau machen werde, wie lange, GL noch aufgeführt wird.

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